Das Konzept wurde 1987 im Bericht der Weltkommission der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung, dem sogenannten Brundtland-Bericht, definiert als «eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen». Diese Definition ist bis heute massgebend. Nachhaltige Entwicklung beruht auf drei sich ergänzenden Säulen:

  1. Umwelt: Erhaltung der natürlichen Ressourcen, Schutz der Biodiversität, Reduktion von Umweltverschmutzung und Treibhausgasemissionen.
  2. Soziales: Gewährleistung der Gerechtigkeit, Verbesserung der Lebensqualität, Schutz der Gesundheit, Förderung der Bildung und Bekämpfung von Ungleichheiten.
  3. Wirtschaft: Gewährleistung von nachhaltigem Wohlstand, Schaffung von Arbeitsplätzen, Sicherstellung der finanziellen Tragfähigkeit von Unternehmen und Förderung verantwortungsvoller Innovation.

Diese drei Säulen werden häufig als ein Gleichgewicht verstanden, das es herzustellen gilt – wird eine davon vernachlässigt, leidet das gesamte System darunter.

Die FKB integriert diese Prinzipien seit vielen Jahren in ihre Gesamtstrategie. Ihr Engagement geht über den wirtschaftlichen Bereich hinaus. Die Strategie der Bank ist auf die langfristige Wertschöpfung ausgerichtet, wobei Stabilität Vorrang vor unmittelbarem Nutzen hat. Sie wird von der Generaldirektion und vom Verwaltungsrat gemeinsam erarbeitet und anschliessend von Letzterem formell validiert. Im Rahmen eines jährlichen Seminars für den Verwaltungsrat werden strategische Fragestellungen und prioritäre Entwicklungsschwerpunkte der Bank vertieft. Diese verantwortungsvolle Ausrichtung spiegelt sich in einer Geschäftspolitik wider, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) integriert.

 

ESG als strategischer Schwerpunkt der FKB

2024 erarbeitete die FKB ihren dreijährigen Strategieplan 2025–2027. Dieser partizipative Prozess mobilisierte alle internen Anspruchsgruppen unter der Leitung der Generaldirektion, die fünf strategische Schwerpunkte definierte. Einer dieser Schwerpunkte, «Stärkung unserer ESG-Positionierung», ist spezifisch der Nachhaltigkeit gewidmet.

Gestützt auf die folgende Verpflichtung soll er die Rolle der FKB in puncto Nachhaltigkeit weiter festigen:

«Wir stärken unsere ESG-Positionierung und stellen ein konsequentes Risikomanagement der damit direkt oder indirekt verbundenen Risiken sicher.»

Die FKB hat im Rahmen des ESG-Schwerpunktes fünf prioritäre Herausforderungen identifiziert:

  • Verhinderung von Greenwashing: irreführende Mitteilungen über ESG-Verpflichtungen vermeiden, unabhängig davon, ob es sich um ungeprüfte Aussagen, uneinheitliche interne Praktiken oder zu Unrecht als nachhaltig angepriesene Produkte handelt
  • Erhöhung der Transparenz: eine klare und standardkonforme Information sicherstellen, um den Zugang zu Finanzierungen auf den Märkten und bei institutionellen Anlegern zu gewährleisten
  • Überwachung naturbezogener Finanzrisiken: eine verstärkte Überwachung des Kreditportfolios, das Klima- und Naturrisiken ausgesetzt ist, etablieren
  • Management von Transitionsrisiken: die kantonale Wirtschaft bei ihrer Transformation unterstützen, indem Risiken im Zusammenhang mit regulatorischen und technologischen Entwicklungen der Energiewende gemindert werden; die Analyse dieser Risiken in die Kredit- und Anlageprozesse integrieren
  • Messung des CO2-Fussabdrucks: verlässliche und aktuelle Daten zu den CO2-Emissionen der finanzierten Projekte erhalten, um umweltrelevante Massnahmen besser zu priorisieren; die Datenqualität verbessern

Als wichtige Wirtschaftsakteurin des Kantons Freiburg will die Bank im Bereich der Nachhaltigkeit als Vorbild vorangehen und damit den gesellschaftlichen Erwartungen gerecht werden. Im Rahmen eines Seminars der Generaldirektion 2025 wurde folgende CSR-Vision bestätigt: «Wir wollen die Bank sein, die die Einwohnerinnen und Einwohner sowie die Unternehmen des Kantons Freiburg berät und begleitet, für eine nachhaltige, widerstandsfähige und gerechte Zukunft, indem wir wirtschaftliche Leistung, soziale Wirkung und ökologische Verantwortung in Einklang bringen.» Der Verwaltungsrat hat diese Vision genehmigt.

Nachhaltigkeit ist für die FKB keine Option, sondern eine Verantwortung und eine Chance. Indem sie sich auf ihre regionale Verankerung stützt, verantwortungsvolle Produkte und Dienstleistungen anbietet, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wertschätzt und ihren ökologischen Fussabdruck verringert, positioniert sich die FKB als Wegbereiterin für den Übergang zu einer gerechteren, widerstandsfähigeren und umweltbewussteren Wirtschaft.

Die FKB hat vier Hauptsäulen der Nachhaltigkeit festgelegt (die in den folgenden Kapiteln dieses Berichts näher erläutert werden):

  • Regionales und soziales Engagement;
  • Verantwortungsvolle Produkte und Dienstleistungen (Finanzierungen und Anlagen sowie Beratung und Begleitung bei der nachhaltigen Transition);
  • Verantwortungsvolle Arbeitgeberin (Ausbildung, attraktive Arbeitsbedingungen, Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Governance);
  • Umwelt und Klimaschutz (Verpflichtung zur Reduzierung der THG sowie Unterstützung von Initiativen zur Förderung der Biodiversität).

Diese vier Säulen basieren auf einem soliden Geschäftsmodell und einem stabilen regulatorischen Fundament. Gesellschaftliche und ökologische Risiken werden bei der Unternehmensführung der Bank systematisch berücksichtigt, um die potenziellen Auswirkungen auf ihre Entwicklung vorwegzunehmen. Damit werden sowohl die Wirtschaft als auch die finanziellen Bedürfnisse der Bevölkerung des Kantons unterstützt.

Sich für nachhaltige Ziele einsetzen

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sind das Herzstück der im Herbst 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030. Sie definieren die Meilensteine in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance, die bis 2030 erreicht werden sollen. Unternehmen spielen bei der Erreichung dieser Ziele eine Schlüsselrolle. Die FKB ist sich ihrer Verantwortung bewusst und hat die notwendigen Grundlagen etabliert, um ihr Nachhaltigkeitsmanagement und ihr Kerngeschäft optimal an den SDGs auszurichten.

Die FKB unterstützt die von den Vereinten Nationen festgelegten SDGs vollumfänglich und erachtet sie als zentral für die Förderung einer globalen nachhaltigen Entwicklung.

Zur effizienten Ausrichtung der Massnahmen hat die Arbeitsgruppe ESG die SDGs identifiziert, auf die das Geschäftsmodell der Bank tatsächlich Einfluss nehmen kann. Die FKB legt ihren Fokus auf acht SDGs: Gesundheit und Wohlergehen (3), hochwertige Bildung (4), Geschlechtergleichheit (5), bezahlbare und saubere Energie (7), menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (8), Industrie, Innovation und Infrastruktur (9), verantwortungsvolle/r Konsum und Produktion (12) sowie Massnahmen zum Klimaschutz (13).

Konkrete Massnahmen zur Erreichung der SDGs

Unser Beitrag zu den SDGs