Unterstützung für die regionale Wirtschaft

2025 entschied sich die Bank dafür, das Zertifizierungsverfahren für das Label «Freiburger Werte» zu durchlaufen. Ziel dieses Labels ist es, das Image des Kantons Freiburg von innen heraus zu stärken. Der Erhalt des Labels ist eine Anerkennung für die Unternehmen, die den Prozess durchlaufen haben, und zeigt, dass sie die Werte des Kantons wirklich verkörpern. Hinter diesen Werten steht eine Liste mit 18 Kriterien, die erfüllt werden müssen – von Chancengleichheit über Umweltauswirkungen bis hin zu Ausbildung, Innovation, Partnerschaften, Verankerung, Arbeitsbedingungen, Rekrutierung, Inklusion, Gesundheit und Image. Das antragstellende Unternehmen füllt eine Selbstbeurteilung aus. Diese wird mit einem externen Coach besprochen, der Verbesserungsvorschläge macht. Anschliessend wird ein Aktionsplan festgelegt. Der Coach erstellt einen Bericht und übermittelt diesen einem unabhängigen Ausschuss, der das Label für drei Jahre vergibt. Die FKB hat das Label nach Abschluss dieses Verfahrens erhalten.

Als bevorzugte Partnerin lokaler Unternehmen spielt die Bank eine zentrale Rolle bei der Erhaltung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen im Kanton. Sie unterstützt Unternehmen in jeder Etappe ihrer Entwicklung und begleitet sie in ihren Entwicklungsprojekten.

Mit ihrer Geschäftstätigkeit strebt die FKB einen nachhaltig positiven Effekt für ihre verschiedenen Ansprechpartner an. Die FKB finanziert Gemeinden, öffentliche Unternehmen, halbprivate öffentliche Institutionen sowie soziale oder gemeinnützige Organisationen. Die Kredite sind direkt oder indirekt von öffentlichem Interesse und beinhalten eine soziale Komponente.

Die Kredit- und Finanzierungstätigkeiten der Bank haben bedeutende positive Auswirkungen, die im Einklang mit ihrem öffentlichen Auftrag im Sinne des Gesetzes über die FKB und ihrer regionalen Verankerung stehen. Dazu zählen unter anderem:
die Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung des Kantons durch die Finanzierung von KMU, lokalen Unternehmen sowie öffentlichen und halbprivaten öffentlichen Institutionen;
der Beitrag zur Energie- und Klimawende durch die Finanzierung von Projekten zur Förderung der Energieeffizienz, erneuerbarer Energien und nachhaltigerer Produktionsweisen;
die Stärkung des sozialen Zusammenhaltes und der finanziellen Inklusion durch erleichterten Zugang zu Krediten für Privatpersonen, Familien und Wirtschaftsakteure des Kantons.

Diese positiven Auswirkungen sind sowohl real, wenn die finanzierten Projekte umgesetzt werden und die erwarteten Effekte erzielen, als auch potenziell, wenn die strategische Ausrichtung des Kreditportfolios dazu beiträgt, mittel- und langfristig nachhaltigere Praktiken zu fördern.

Mit ihren Finanzierungstätigkeiten übt die Bank einen bedeutenden direkten und indirekten Einfluss auf wirtschaftliche, ökologische und soziale Belange aus. Die Anerkennung dieser positiven und negativen Auswirkungen bildet die Grundlage ihres Ansatzes im Bereich der verantwortungsvollen Finanzierung und des ESG-Risikomanagements.

Die Finanzierung von KMU, Handwerks-, Landwirtschafts- und Industrieunternehmen sowie von Infrastrukturprojekten trägt zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen im Kantonsgebiet bei. Damit stärkt die Bank indirekt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit der lokalen Wirtschaft. 66% der Firmenkredite (ausgenommen Hypothekarkredite) werden an KMU (kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten) vergeben. Mehr als 80% dieser Kredite werden an Unternehmen im Kanton Freiburg und in den angrenzenden Kantonen vergeben. Dies verdeutlicht die Unterstützung der FKB für die lokale Wirtschaft.

Mit Kredit-, Spar- und Zahlungsprodukten, die auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und der lokalen Wirtschaftsakteure ausgerichtet sind, stärkt die Bank die finanzielle Inklusion und die wirtschaftliche Teilhabe von Personen und Organisationen, die sonst nur eingeschränkt Zugang zu Bankdienstleistungen hätten.

Die Finanzierung energieeffizienter Projekte, nachhaltiger Bauvorhaben und Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien trägt indirekt zur Entwicklung von Wirtschaftsmodellen mit nachhaltigeren Praktiken bei und fördert gleichzeitig die Beschäftigung und Kompetenzen in den betreffenden Sektoren. Ende 2025 verteilten sich die Kredite der FKB auf die folgenden Sektoren:

Aufteilung der Kreditausleihungen nach Branchen

in % der Kreditausleihungen
1.2
Land- und Forstwirtschaft
1.8
Verarbeitendes Gewerbe
0.6
Wasserversorgung und Abfallentsorgung
3.2
Baugewerbe
2.4
Handel
0.8
Gastgewerbe und Beherbergung
0.2
Information und Kommunikation
1.1
Transport und Lagerung
3.6
Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
17.4
Grundstücks- und Wohnungswesen
1.8
Forschung und Entwicklung
3.2
Öffentliche Verwaltung
0.7
Bildungswesen
2.5
Gesundheits- und Sozialwesen
0.5
Kunst und Unterhaltung
1.7
Diverses
57.4
Private Haushalte

Die Tätigkeiten der Bank tragen indirekt auch zur Entwicklung beruflicher Kompetenzen bei, insbesondere in den Bereichen Bauwesen, Energie, Dienstleistungen und Innovation, indem lokale Unternehmen unterstützt werden, deren Wachstum zusätzlichen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften generiert.

Das Engagement der FKB in der Beratung zu Unternehmensübertragungen und -nachfolgen ist ein konkretes Beispiel dafür, wie sie konkret die Widerstandsfähigkeit der lokalen Wirtschaft fördert. Eine erfolgreiche Unternehmensübertragung erfordert eine sorgfältige Vorbereitung, sowohl seitens der Eigentümer als auch der Nachfolge. Eine Studie des Bundes aus dem Jahr 2022 zeigt, dass jedes dritte KMU mangels eines Nachfolgers verschwindet. Unternehmensübertragungen werden viel zu oft ohne Planung und erst spät, nämlich wenn die Unternehmensleitung in den Ruhestand eintritt, angegangen. Die Unternehmensübertragung ist daher ein zentrales Thema für den Erhalt des Wirtschaftsgefüges und der zahlreichen damit verbundenen Arbeitsplätze. Dank ihrer guten Kenntnis der Unternehmen im Kanton können die Beraterinnen und Berater der FKB diese Veränderungen vorwegnehmen und auf den Fortbestand dieser Unternehmen hinwirken.

Die FKB bietet im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch Finanzierungen sowie gezielte Beratung für Start-ups im Kanton an. Sie ist einer der wichtigsten Partner der Strategie FRI-UP 2.0 des Kantons Freiburg, deren Ziel darin besteht, durch Start-ups eine möglichst hohe Wertschöpfung im Kanton zu generieren. Fri Up ist das offizielle Organ zur Unterstützung von Unternehmensgründungen im Kanton Freiburg. Eine Beraterin oder ein Berater der FKB ist fünf- bis sechsmal pro Jahr bei Fri Up vor Ort. Die FKB unterstützt die Start-up-Lunches, die in der Regel viermal pro Jahr stattfinden, und stellt dafür ihre «Safe Gallery» als Location zur Verfügung. Die Bank engagiert sich zudem in Plattformen zur Finanzierungsunterstützung, beispielsweise über die Gesellschaft Risikokapital Freiburg. Risikokapital Freiburg wurde 1998 auf Initiative des Staates Freiburg, der Freiburger Kantonalbank, der Groupe E und der Pensionskasse des Freiburger Staatspersonals gegründet und unterstützt seither die Entwicklung von Freiburger Start-ups mittels Beteiligungen oder Wandeldarlehen.

Erfolgsrezept für den Kanton

Der Kanton Freiburg profitiert direkt vom Erfolg der FKB. Die FKB leistet einen wichtigen Beitrag an den öffentlichen Haushalt. So zahlte sie 2025 einen Betrag von 84,2 Millionen Franken an den Kanton, die Gemeinden und die Pfarreien. Darin enthalten sind die Entschädigung für die Staatsgarantie, die Verzinsung des Dotationskapitals und die Steuern. Zudem wohnt die überwiegende Mehrheit der Mitarbeitenden der FKB im Kanton Freiburg, bezahlt dort Steuern und leistet damit einen zusätzlichen Beitrag an die öffentlichen Finanzen der betroffenen Gemeinden.

Nachhaltige Beschaffung

Um negative Auswirkungen in der Lieferkette so gering wie möglich zu halten, berücksichtigt die FKB Nachhaltigkeitskriterien in ihren Beschaffungsprozessen. Soweit möglich, bevorzugt sie Lieferanten in ihrem Tätigkeitsgebiet und trägt damit aktiv zur Unterstützung lokaler kleiner und mittlerer Unternehmen bei. Unabhängig davon, ob es sich um die Beschaffung von Produkten oder die Vergabe von Aufträgen handelt, werden stets ökologische, soziale und wirtschaftliche Überlegungen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit berücksichtigt.