Umwelt
Seit 2003 setzt sich die FKB aktiv für eine Reduktion ihrer CO2-Emissionen ein und setzt Jahr für Jahr konkrete Massnahmen um, um sich positiv und messbar auf ihren CO2-Fussabdruck auszuwirken.
Klima und Emissionen
In diesem Bericht werden die Treibhausgasemissionen in Tonnen CO2-Äquivalent (tCO2e) angegeben. Mit dieser Einheit lassen sich alle Treibhausgase (CO2, CH4, N2O usw.) erfassen, indem sie entsprechend ihrem Treibhauspotenzial umgerechnet werden.
Die Unterzeichnerstaaten des Pariser Abkommens, darunter die Schweiz, haben sich verpflichtet, die Erderwärmung auf deutlich unter 2°C gegenüber dem Niveau vor der Industrialisierung zu begrenzen, während sie sich gleichzeitig bemühen, die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel zu stärken und die Finanzströme auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft auszurichten.
In der Schweiz legt das 2023 verabschiedete Bundesgesetzüber die Ziele im Klimaschutz, die Innovation und die Stärkung der Energiesicherheit (KIG) für Unternehmen das Ziel fest, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, wobei insbesondere ihre direkten Emissionen (Scope 1) und ihre energiebezogenen indirekten Emissionen (Scope 2) ins Gewicht fallen.
Seit 2008 wird die CO2-Bilanz der FKB nach den Richtlinien des Greenhouse Gas Protocol und unter Einhaltung der Norm ISO 14064 berechnet, wobei sowohl direkte Emissionen (Scope 1) als auch indirekte Emissionen (Scope 2 und 3) berücksichtigt werden. Der Umfang der Analyse wurde mehrfach angepasst und erweitert, um die Repräsentativität der durch die Geschäftstätigkeiten der FKB verursachten Treibhausgasemissionen zu erhöhen. Aufgrund einer zeitlichen Verzögerung zwischen dem Berichtszeitraum und der Verfügbarkeit der Daten bezog sich der zu Beginn des Jahres N veröffentlichte Bericht bisher auf die Emissionen des Jahres N-2. In diesem Jahr erhöhte die FKB ihre Anstrengungen, um diesen Verzug aufzuholen und den Berichtszeitraum an den der CO2-Bilanz anzupassen. Im Verlauf des Jahres 2025 konnte die Bilanz für 2024 fertiggestellt werden. Anfang 2026 stand die Bilanz für 2025 zur Verfügung. Im vorliegenden Bericht werden die CO2-Emissionen der FKB für das Jahr 2025 im operativen Bereich analysiert, während die finanzierten Emissionen (Scope 3,15) für das Jahr 2024 berechnet und am Ende des Kapitels separat ausgewertet werden.
Die FKB setzt sich in allen ihren Tätigkeitsbereichen konsequent für die Einsparung von Energie und natürlichen Ressourcen ein. Sie setzt ihre Bemühungen fort, einen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs und zur Vermeidung eines Stromausfalls in der Schweiz zu leisten. Neben punktuellen Massnahmen lancierte die Bank mehrere langfristige Initiativen, darunter den Austausch der Beleuchtungsanlagen, die Modernisierung der Lüftungsanlagen in ihrer Zentrale sowie die Sanierung mehrerer anderer Standorte. Bei allen diesen Sanierungsmassnahmen stand die Energieeffizienz im Mittelpunkt, um den ökologischen Fussabdruck möglichst zu verringern und gleichzeitig den Energieverbrauch zu optimieren.
Auch in den Einkaufsprozess der FKB werden Umweltkriterien einbezogen. Die Lieferanten sowie die Produkte und Dienstleistungen, die möglichst aus dem Tätigkeitsbereich der Bank stammen sollten, müssen nicht nur den Anforderungen hinsichtlich Preis und Qualität genügen, sondern auch den Standards in Bezug auf Umwelt und soziale Verantwortung gerecht werden.
Die Bank verpflichtet sich zu Transparenz und veröffentlicht daher seit mehreren Jahren Daten zu den ökologischen Auswirkungen ihrer Aktivitäten. Sie arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung ihrer Indikatoren, um diese in künftigen Berichten zu präzisieren und zu verbessern.
Energieeffiziente Gebäude
Die Bank setzt die Modernisierung ihrer Gebäude fort, um eine möglichst hohe Energieeffizienz zu erreichen. Mit der Sanierung der Heizungsanlagen und der Gebäudehülle verfolgt sie dieses Ziel weiter. Soweit möglich, werden Solaranlagen installiert. Darüber hinaus sorgt sie für den ordnungsgemässen Gebrauch ihrer Räumlichkeiten und ist bestrebt, durch Massnahmen zur Verbesserung und Optimierung des Energieverbrauchs die Effizienz zu steigern.
2025 unternahm sie Schritte, um die Heizungsanlage ihrer Niederlassung in Estavayer-le-Lac zu ersetzen. Das Gebäude wird ab Frühjahr 2026 mit einer Erdwärmepumpe ausgestattet sein. Der Hauptsitz in Freiburg soll an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Das Projekt ist derzeit im Gange, und die Anschlüsse sind bereits vorhanden. 2026 wird auch die Niederlassung in Kerzers an das Fernwärmenetz angeschlossen.
Die FKB arbeitet zudem mit dem Unternehmen YORD, das seinen Sitz im bluefactory-Gelände in Freiburg hat, an der Optimierung der Energieeffizienz. Dank einer intelligenten Heizungssteuerung macht YORD in Gebäuden Energieeinsparungen von bis zu 40% möglich, ohne dass der Komfort der Nutzerinnen und Nutzer dabei beeinträchtigt wird. 2025 wurde am Hauptsitz der Bank eine Testphase durchgeführt. Sollte sich das System bewähren, wird es auf alle Niederlassungen ausgeweitet.
Ökostrom auf dem Zähler
Die Stromversorgung wird zu 100% durch Ökostrom von Hydro Fribourg abgedeckt. Die FKB verwendet für die Aussen- und Innenbeleuchtung ihrer Gebäude vorzugsweise LED- oder Energiesparlampen. Im Zuge der Modernisierung ihrer Gebäude richtet sie derzeit eine automatische Beleuchtungssteuerung ein. Für die Jahre 2024–25 unterzeichnete sie für ihre Gebäude mehrere Fernwärmeverträge.
Verantwortungsvollere Digitalisierung
Die Kundschaft der FKB wird dazu ermutigt, durch die Nutzung von e-banking einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Die Carbon Fri-Zertifizierung für die Onlinedienste der Bank wird derzeit neu bewertet, wobei das Ziel eine Zertifizierung für 2026 ist. Der Umfang der Analyse wurde 2025 erweitert, um den technischen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Das Zertifikat bestätigt, dass die CO2-Bilanz von einer akkreditierten Organisation erstellt wurde, die die Einhaltung der Norm ISO 14044 garantiert. Der CO2-Fussabdruck der online verfügbaren Produkte der FKB wird in der Berechnung der CO2-Emissionen berücksichtigt. Auf diese Weise lässt sich der CO2-Fussabdruck dieser Dienstleistungen entlang der gesamten Lieferkette quantifizieren – von den vorgelagerten Lieferanten über die Produktion der FKB bis hin zur Nutzung durch die nachgelagerte Kundschaft. Das Carbon Fri-Zertifikat gewährleistet ausserdem, dass eine Klimastrategie und eine Absichtserklärung zur Reduktion der CO2-Emissionen vorhanden sind, und dient als Nachweis einer Investition in die Stiftung Carbon Fri.
Der Grossteil der IT-Dienstleistungen der FKB wird an die Swisscom (Schweiz) AG ausgelagert, die zu den nachhaltigsten IT-Dienstleistern der Welt im Bereich Telekommunikation zählt.
www.swisscom.ch/de/about/nachhaltigkeit.html
Verringerung des Ressourcenverbrauchs
Das gesamte von der FKB verwendete Papier ist FSC-zertifiziert (d. h. Papier, das aus Holzfasern aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft hergestellt wurde). Darüber hinaus bietet die FKB ihren Kundinnen und Kunden dank elektronischer Dokumente (e-Dokumente) die Möglichkeit, auf den Versand in Papierform zu verzichten. Quittungen werden am Schalter seit mehreren Jahren in elektronischer Form ausgestellt und unterzeichnet. Seit 2019 konnte die Bank ihren Papierverbrauch um 40% senken. Um diesen Erfolg fortzusetzen und den Platzbedarf für die digitale Archivierung zu verringern, wurde 2024 eine Überarbeitung der automatisierten Kundenbewertungen vorgenommen.
Auch bei den Materialien, die für Bankkarten verwendet werden, lässt die Bank nichts unversucht. Sie verwendet deshalb ausschliesslich Karten, deren Grundmaterial recycelbar ist.
Geschäfts- und Pendlerverkehr
2022 wurde der Mobilitätsplan der FKB vom Gemeindeverband Freiburg anerkannt. Er bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern finanzielle Vorteile bei den Jahresabonnements von Frimobil. Beim Kauf eines Jahresabonnements für den öffentlichen Nahverkehr (Job-Abo) gewährt die Bank ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusätzliche finanzielle Unterstützung.
2025 beschloss die Bank zudem, allen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Halbtax-Abonnement anzubieten und damit die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich ganz konkret zu fördern.
2024 wurden drei Hybrid-/Elektroautos für Dienstfahrten bereitgestellt. Zudem richtete die FKB Ladestationen für die Elektrofahrzeuge ihrer Mitarbeitenden ein.
Wissenschaftsbasierte Ziele
Im Berichtsjahr legte die FKB ihre wissenschaftsbasierten Ziele nach der ACB-Methode (Activity-Based Carbon Budget) auf der Grundlage der Daten für 2025 fest, mit denen das Kohlenstoffbudget ermittelt wird. Dieses darf nicht überschritten werden, um die globale Erwärmung auf unter 1,5 °C zu begrenzen. Schliesslich erstellte sie einen Aktionsplan, damit sie dieses Budget sowie die gesetzlich festgelegten Ziele einhalten kann. Die folgende Grafik veranschaulicht diesen Ansatz:
Die vertikale Achse stellt das Äquivalent in Tonnen CO2 dar. Die horizontale Achse bildet die Jahre ab. Die horizontale Linie oberhalb von 14’000 tCO2e stellt das CO2-Budget der FKB dar, das nicht überschritten werden darf, damit die Erderwärmung auf 1,5 °C begrenzt werden kann. Die blaue Linie zeigt den prognostizierten Verlauf der kumulierten Emissionen der Bank, wenn sie keine Massnahmen zur Emissionsminderung ergreifen würde. Die gelbe Kurve veranschaulicht die voraussichtlichen Auswirkungen der im Übergangsplan der FKB vorgesehenen Massnahmen. Dank dieser Massnahmen dürfte die FKB in der Lage sein, ihr CO2-Budget einzuhalten und so zum nationalen Bundesgesetz über die Ziele im Klimaschutz, die Innovation und die Stärkung der Energiesicherheit (KIG) sowie zum internationalen Ziel des Pariser Abkommens beizutragen.
Treibhausgasemissionen und ihre Entwicklung
Der Anwendungsbereich der CO2-Bilanz basiert auf der Methodik des Greenhouse Gas Protocol. Der CO2-Fussabdruck der FKB als Finanzinstitut setzt sich aus den direkten und indirekten Emissionen im Zusammenhang mit ihrer internen Geschäftstätigkeit (Scope 1, 2 und 3) sowie aus den indirekten Emissionen zusammen, die durch ihre Kredit- und Marktaktivitäten anfallen (Scope 3, Kategorie 15). Diese werden im Rahmen eines separaten Bewertungsverfahrens geprüft.
2025 beliefen sich die Gesamtemissionen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der FKB auf 1135 tCO2e. Die bedeutendsten Emissionsquellen sind «Pendlerfahrten» (Wegstrecken zwischen Wohnort und Arbeitsplatz der Mitarbeitenden; 43%), «Wärmeerzeugung» (Beheizung der Räumlichkeiten, die sich im Besitz der FKB befinden; 30%), «Büromaterial» (externe Druckaufträge, Kauf von Computern, Postdienstleistungen und Papierbeschaffung; 11%) sowie «Im Vorfeld gemietete Vermögenswerte» (Beheizung von Räumlichkeiten, die von der FKB gemietet werden; 7%).
Bei den meisten dieser Faktoren lassen sich die in den letzten Jahren beobachteten Entwicklungen auf das Wachstum des Unternehmens zurückführen. Eine Ausnahme bildet die Kategorie «Büromaterial», in der die Auswirkungen von Computerkäufen seit 2022 erfasst werden.
Hinzu kommen «Dienstfahrten» (mit Firmenfahrzeugen, Privatfahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln; 3%), Emissionen im Zusammenhang mit dem Stromverbrauch (3%), «Transport» (die Belieferung der Filialen wurde 2020 ausgelagert und ist seit 2025 im Berichtsumfang enthalten; 2%) sowie der «Wasserverbrauch» (0%).
In der Kategorie «Strom» gibt es mehrere bedeutende Änderungen. 2017 stieg die FKB auf einen Stromvertrag um, der zu 100% auf Wasserkraft basiert. Die für 2022 und 2025 beobachteten Anstiege sind auf eine Anpassung der von den Schweizer Datenbanken veröffentlichten Emissionsfaktoren zurückzuführen.
Emissionen nach Scope
Die Emissionen, die entsprechend den Richtlinien des GHG Protocol in drei Scopes unterteilt sind – nämlich direkte Emissionen (Scope 1), indirekte Emissionen im Zusammenhang mit dem Energieeinkauf (Scope 2) und sonstige indirekte Emissionen (Scope 3), wobei Scope 3.15 (finanzierte Emissionen) separat behandelt wird – lassen sich wie folgt darstellen:
Scope 1 setzt sich bei der FKB zu 99% aus der Beheizung der Räumlichkeiten, deren Eigentümerin die Bank ist. Dies ist die grösste Herausforderung für die Bank, denn sie muss ihre Emissionen drastisch senken, um die wissenschaftsbasierten Ziele und das Netto-Null-Ziel bis 2050 zu erreichen, das gemäss dem KIG für Scope 1 und 2 verbindlich ist.
Scope 2 fällt hingegen mit 1,5 tCO2e recht niedrig aus. Dieses Ergebnis belegt die unmittelbare Wirksamkeit der Strategie der FKB, Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien zu beziehen.
Die zweite ökologische Herausforderung ist in Scope 3 angesiedelt, insbesondere beim Pendlerverkehr (Scope 3.7; Arbeitswege der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), der allein 43% der CO2-Bilanz ausmacht. Für ein Dienstleistungsunternehmen ist diese Situation jedoch nichts Ungewöhnliches.
Treibhausgasemissionen der FKB (in tCO2e) im Jahr 2025 nach Scope (ohne 3.15)
Entwicklung der Kennzahlen und CO₂-Intensität
Im Sinne der Transparenz veröffentlicht die FKB seit 2020 die Entwicklung ihrer Kennzahlen. Zwischen 2024 und 2025 stiegen die absoluten Emissionen (von 1007 auf 1135 tCO2e). Dieser Anstieg spiegelt nicht etwa nachlassende Bemühungen wider, sondern ist eine direkte Folge des starken Wachstums der Institution. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich der Personalbestand um 50 Vollzeitäquivalente (VZÄ) und die Energiefläche um fast 500 m2.
Zur Messung der Leistung sollten die Intensitätskennzahlen (relative KPIs) herangezogen werden:
- Struktureller Rückgang von Dienstreisen
- Optimierung des Energieverbrauchs für Heizung und Strom pro m2
- Stabilität der Intensität in Vollzeitäquivalenten (tCO2e/VZÄ)
Festlegung von Reduktionszielen oder CO₂-Budget
Das Gesetz verpflichtet alle Unternehmen in der Schweiz, bis 2050 in Scope 1 und 2 das Netto-Null-Ziel zu erreichen. Auch die Festlegung von Zwischenzielen wird empfohlen. Zudem werden Unternehmen aufgefordert, ihre Ziele mittels eines wissenschaftsbasierten Berechnungsmodells (Science-based Targets) festzulegen. Diese Anforderungen erfordern die Verwendung anerkannter Modelle zur Berechnung der Zwischenziele und der noch verfügbaren CO2-Budgets.
Die ACB-Methode – Activity-Based Carbon Budget – ist ein Ansatz, mit dem Unternehmen realistische und zugleich ehrgeizige Ziele zur Reduktion der CO2-Emissionen festlegen können. Der Ausgangspunkt der Methode ist das globale CO2-Budget, d. h. die begrenzte Menge an Treibhausgasen, die weltweit noch ausgestossen werden darf, um die Erderwärmung deutlich unter 2°C und im Idealfall bei 1,5 °C zu halten. Das Budget basiert auf klimatologischen Berechnungen und bildet die wissenschaftliche Grundlage für die internationalen Klimaziele. Bei Überschreitung dieses Budgets können die Ziele zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C nicht mehr eingehalten werden.
Die Besonderheit der ACB-Methode liegt in ihrem Ansatz, der sich an den unternehmensspezifischen Aktivitäten orientiert: Statt eine einheitliche prozentuale Reduktion auf Basis des aktuellen Emissionsniveaus festzulegen, berücksichtigt sie die tatsächlichen betrieblichen Erfordernisse des Unternehmens. Auf dieser Grundlage lässt sich das CO2-Budget realistisch berechnen und gleichzeitig mit einem wissenschaftlich fundierten Zielpfad in Einklang bringen.
Die Methode wurde bereits bei der Erstellung zahlreicher vom Bundesamt für Energie (BFE) genehmigter Roadmaps angewendet. Diese Vorgehensweise wird gegenüber dem Ansatz der Science Based Targets initiative (SBTi) bevorzugt, da sie die nationalen Emissionsbudgets einhält, die von der FKB bereits umgesetzten Massnahmen berücksichtigt und die Möglichkeit bietet, das Wachstum der Geschäftstätigkeit der Bank zu berücksichtigen.
Für die FKB wurde für das Jahr 2025 ein Gesamtbudget von 14’417 tCO2e festgelegt. Es handelt sich dabei um das Gesamtemissionsvolumen, das bis zum Erreichen der Netto-Null-Emissionen nicht überschritten werden darf. Der grösste Teil des Budgets wurde den Schwerpunktbereichen «Wärmeerzeugung» und «Pendlerverkehr» zugewiesen, da diese den Hauptteil der unternehmensbezogenen Aktivitäten ausmachen. Die übrigen Kategorien tragen weniger zum Gesamtbudget bei und wurden entsprechend berücksichtigt.
CO2-Bilanz der FKB (in Tonnen CO2e)
Benchmarking
Insgesamt liegen die Emissionen der FKB im Jahr 2025 mit einem U-Wert von 0,9 leicht unter dem Schweizer Durchschnitt für vergleichbare Aktivitäten. Dieses Ergebnis lässt sich hauptsächlich durch die relativ geringen Emissionen pro kWh in den Bereichen Wärmeerzeugung und Stromverbrauch erklären.
Ein U-Wert unter 1 weist auf eine überdurchschnittliche Leistung hin, während ein U-Wert über 1 auf überdurchschnittlich hohe Emissionen hindeutet.
Vergleich der Treibhausgasemissionen der FKB mit dem Schweizer Durchschnitt
Aktionsplan
Mittels des gemeinsam mit Climate Services erarbeiteten Aktionsplans konnte eine Liste der kurz-, mittel- und langfristig zu ergreifenden Reduktionsmassnahmen erstellt und deren Auswirkungen quantifiziert werden, um die Erreichung der Klimaziele sicherzustellen.
Im Aktionsplan wurden alle drei Scopes berücksichtigt, obwohl die gesetzliche Verpflichtung zur Erreichung des Netto-Null-Ziels bis 2050 nur Scope 1 (Wärmeerzeugung, Dienstfahrten mit Firmenfahrzeugen) und 2 (Energieeinkauf: Strom und Fernwärme) umfasst.
Die wichtigsten Aktionsbereiche für die FKB:
- Thermische Sanierung (Scope 1 und 3.08): Wie im Kapitel «Energie» (GRI 302) ausführlich beschrieben, wird der für 2028 geplante Anschluss des Hauptsitzes in Freiburg an das Fernwärmenetz eine drastische Reduktion der direkten Emissionen aus Heizung mit fossilen Brennstoffen bewirken (derzeit 26% der Bilanz). Für die übrigen mit fossilen Brennstoffen beheizten Niederlassungen, die der FKB gehören, ist die Umstellung der Heizungssysteme für den Zeitraum zwischen 2026 und 2040 geplant. Die daraus resultierenden Einsparungen sind im Aktionsplan berücksichtigt.
- Mobilität (Scope 3): Angesichts eines hohen Anteils an Pendlerfahrten (489 tCO2e im Jahr 2025) plant die FKB, ihren Mobilitätsplan ab 2027 alle fünf Jahre zu aktualisieren. Dadurch möchte sie die Nutzung von sanfter Mobilität und öffentlichen Verkehrsmitteln durch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker fördern und sicherstellen, dass die Massnahmen ausreichend Anreize bieten. Ferner sollen sie mit den infrastrukturellen Veränderungen im Einklang stehen und gewährleisten, dass das Reduktionsziel eingehalten wird.
Mit einer strengen Überwachung der geplanten Massnahmen und Emissionssenkungen wird es möglich sein, den Aktionsplan laufend anzupassen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das CO2-Budget eingehalten und die Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2050 auf Netto-Null gesenkt werden.
Finanzierte Emissionen
2025 führte die FKB eine vollständige Quantifizierung der von ihr finanzierten Emissionen entsprechend Scope 3.15 des GHG Protocols mit den Daten aus dem Jahr 2024 durch.
Die PCAF (Partnership for Carbon Accounting Financials, auf Deutsch «Partnerschaft für CO2-Bilanzierung im Finanzwesen») ist eine globale Initiative des Finanzsektors zur Messung und Offenlegung der mit Krediten und Investitionen verbundenen Treibhausgasemissionen. Um der Forderung des Finanzsektors nach einer einheitlichen Methode zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen nachzukommen, veröffentlichte die PCAF 2022 den globalen Standard für die Bilanzierung und Angabe von Treibhausgasen. Diese Methode wurde vom GHG Protocol für mehrere Anlageklassen validiert, darunter Aktien und Obligationen börsenkotierter Unternehmen, Firmenkredite, Gewerbeimmobilien und Hypotheken. Aus diesem Grund wurde in der Analyse dieser Ansatz gewählt.
Aktionsplan der FKB: Simulierte Entwicklung der Treibhausgasemissionen
Ein wichtiger Faktor bei der Bewertung der Ergebnisse ist der PCAF-Score, der sich aus der Qualität der Daten ableitet. Die PCAF stuft die Qualität der Daten zu finanzierten Emissionen
je nach ihrer Genauigkeit auf einer Skala von 1 bis 5 ein:
- Score 1: direkt vom Unternehmen gemeldete Daten (beste Qualität)
- Score 2: Daten, die auf physischen Messungen basieren (z. B. Energieverbrauch)
- Score 3: sektorspezifische Emissionsfaktoren (wirtschaftliche Durchschnittswerte)
- Score 4–5: geschätzte Daten oder Proxy-Daten (weniger zuverlässig, zu vermeiden)
Das Ziel besteht darin, Werte zwischen 1 und 3 zu favorisieren, um aussagekräftigere Ergebnisse zu erzielen.
a) Firmenkredite
Die Emissionen wurden auf der Grundlage der wirtschaftlichen Tätigkeit der Kreditnehmenden quantifiziert. Sie werden auf der Grundlage des Umsatzes oder der Vermögenswerte sowie des von der FKB finanzierten Anteils geschätzt. Die Daten werden anhand von sektorspezifischen Emissionsfaktoren in CO2-Äquivalente umgerechnet, sodass sich daraus ein PCAF-Wert von 4 ergibt. Der Deckungsgrad (Anteil des bewerteten Portfolios) beträgt 54%. Die FKB möchte diese Berechnungen optimieren, indem sie die Genauigkeit der bei den Unternehmen erhobenen Daten verbessert. Zu diesem Zweck soll im Jahr 2026 ein Projekt in die Wege geleitet werden. Genauere Ergebnisse werden nach Abschluss dieser Analyse bekannt gegeben. Zu den Sektoren mit den höchsten Volumen an finanzierten Emissionen zählen die Energieerzeugung und der Transportsektor.
b) Börsenkotierte Aktien und Obligationen
Diese Kategorie umfasst börsenkotierte Aktien und Obligationen. Für indirekte Anlagen (wie Fonds) wird dieselbe Methode angewendet, sofern Details zu den Beteiligungen vorliegen. Zur Berechnung der von der FKB finanzierten Emissionen wurden folgende Portfolios analysiert:
- Eigene Finanzanlagen (Bilanz)
- Vermögensverwaltungsmandate
- Beratungsmandate und Execution only
Aktuelle Ausschlüsse (nach der PCAF-Methode):
- grüne Obligationen, staatliche Schuldtitel, Derivate (Futures, Optionen, Swaps)
- Short- und Long-Positionen sowie Sonderfälle (wie Börsengänge)
Die Quantifizierung erfolgte unter Verwendung der Emissionsfaktoren aus der MSCI-Datenbank, aufgeschlüsselt nach Wirtschaftszweigen. Der PCAF-Wert beträgt somit 4, und die Deckungsquote liegt bei 42%. Ebenso wie bei den Firmenkrediten möchte die FKB diese Ergebnisse eingehender analysieren und die Daten genauer aufgliedern. Dieses Ziel soll ebenfalls im Jahr 2026 weiterverfolgt werden.
c) Staatliche Schuldtitel
Diese Anlageklasse umfasst Staatsobligationen und öffentliche Ausleihungen jeglicher Laufzeit, die in Landes- oder Fremdwährung ausgegeben werden. Laut PCAF müssen Finanzinstitute Folgendes melden:
- Scope 1: inländische (territoriale) Emissionen öffentlicher Kreditnehmer, einschliesslich exportbezogener Emissionen. Diese Daten stammen aus den nationalen Erhebungen. Sie müssen sowohl mit als auch ohne LULUCF (Land Use, Land-Use Change and Forestry, auf Deutsch Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft) angegeben werden, da ihre Handhabung von Land zu Land unterschiedlich ist.
- Scope 2 (optional): Emissionen im Zusammenhang mit der lokalen Nutzung von Strom, Wärme, Dampf oder Kälte, die aus anderen Regionen bezogen werden
- Scope 3 (optional): Emissionen im Zusammenhang mit dem Import von nicht energiebezogenen Gütern
Die Emissionen werden daher auf der Grundlage der Emissionsdaten der einzelnen Länder berechnet. Der Deckungsgrad liegt bei fast 100%, und der PCAF-Wert liegt zwischen 1 und 2.
d) Hypothekarkredite
Die Auswirkungen von Hypothekarportfolios wurden anhand der Daten aus dem Hypothekarportfolio der Bank bewertet. Die fehlenden Daten wurden insbesondere mithilfe des Eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregisters (GWR) ergänzt, das Angaben zum Alter der Gebäude und zu deren Flächen (zur Ermittlung des Energiebedarfs) sowie zu den Heizungssystemen enthält. Diese Daten wurden mit dem Hypothekarportfolio der FKB abgeglichen und anhand des von der Bank finanzierten Anteils an den Immobilien gewichtet.
Das Gesamtvolumen der durch Hypotheken der FKB finanzierten Emissionen beläuft sich auf 114’562 tCO2e. Der Grossteil der Emissionen stammt aus den 36% der Einfamilienhäuser, die noch mit fossilen Brennstoffen beheizt werden. Die FKB bietet Weiterbildungen für ihre Beraterinnen und Berater an, die in direktem Kontakt mit den Eigentümerinnen und Eigentümern stehen, um sie für dieses Thema zu sensibilisieren und sie zu energetischen Sanierungen zu motivieren. Stockwerkeigentum (StWE) wird hingegen noch zu 41% mit fossilen Brennstoffen beheizt. Darauf entfallen 49% der Immobilien, die aber nur für 19% der Emissionen verantwortlich sind. Gewerbe- und Industriegebäude werden zu mehr als 60% mit fossilen Brennstoffen beheizt, machen aber nur einen geringen Anteil am Portfolio aus.
Zusammenfassung
In den untersuchten Bereichen übersteigen die von der FKB finanzierten Gesamtemissionen (Scope 3.15) bereits das 100-Fache der durch ihre eigenen Aktivitäten verursachten Emissionen. Zu dieser Summe kommen noch die finanzierten Emissionen aus den derzeit überprüften Portfolios hinzu (Firmenkredite sowie börsenkotierte Aktien und Obligationen). Die FKB ist sich bewusst, wie wichtig die Finanzierungsbedingungen für die Dekarbonisierung der Wirtschaft und des Immobilienbestands des Kantons sein können. Aus diesem Grund führt sie Massnahmen wie die Kundenberatung, Vorzugszinsen für Minergie-Gebäude oder gleichwertige Objekte sowie Ausschlusskriterien bei Anlagefonds ein, um in diesem Prozess aktiver mitzuwirken.