Das Jahr 2025 stellt einen wichtigen Meilenstein für unsere Bank dar: Sie konkretisierte ihre Verpflichtungen im Bereich der Nachhaltigkeit und stärkte die Kohärenz zwischen ihren Zielen und Massnahmen. Diese Dynamik legte den Grundstein für eine besser strukturierte Unternehmensführung, ein stärker integriertes ESG-Risikomanagement sowie für mehr Transparenz in der Art und Weise, wie die Bank ihre Rolle als öffentliche Institution wahrnimmt.

Als ESG-Verantwortliche im Verwaltungsrat und CSR-Verantwortliche der Bank stellen wir die methodische Solidität, die Glaubwürdigkeit und die strategische Ausrichtung dieses Ansatzes sicher. Ein zentrales Projekt war dieses Jahr die Durchführung einer Analyse der doppelten Wesentlichkeit, die über mehrere Monate lief und von einem externen, auf Nachhaltigkeit spezialisierten Unternehmen begleitet wurde.

Diese Analyse ermöglichte eine fundierte und dokumentierte Identifikation der:

  • Impact-Materialität, das heisst die Bereiche, in denen die Tätigkeiten der Bank erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft haben;
  • finanziellen Materialität, die beurteilt, inwiefern ESG-Themen die Performance, das Geschäftsmodell und die Risiken der Bank beeinflussen können.

Durch die Mitwirkung der Generaldirektion und die abschliessende Validierung durch den Verwaltungsrat wurde die strategische Relevanz der Analyse sichergestellt. Die Kombination aus externer Expertise und fundierter Kenntnis der operativen Realität ermöglichte es, klare Prioritäten auf Basis einer international anerkannten Methodik festzulegen.

Diese Arbeit stellt über das Ergebnis hinaus einen wichtigen Fortschritt dar: Sie professionalisiert den CSR-Ansatz, stärkt die Entscheidungsgrundlagen und erhöht die Glaubwürdigkeit der Verpflichtungen gegenüber unseren Anspruchsgruppen. Sie bildet fortan einen strukturierenden Referenzrahmen für die Ausrichtung interner Richtlinien, die Steuerung von Investitionen, die Stärkung des Risikomanagements und die Strukturierung künftiger Berichtspflichten.

2026 wird es vorrangig darum gehen, die Erkenntnisse dieser Analyse konkret in unsere Prozesse, Angebote und in die Kundenbetreuung zu integrieren. Unser Ziel ist es, diese Dynamik nachhaltig auf allen Ebenen der Bank zu verankern. Das bedeutet:

  • die interne Nachhaltigkeitskultur zu stärken;
  • die Kohärenz zwischen Governance, Risikomanagement und operativen Aktivitäten sicherzustellen;
  • die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Kundinnen und Kunden bei dieser Transition zu begleiten;
  • und einen ständigen und transparenten Dialog mit allen Anspruchsgruppen aufrechtzuerhalten.

Als Nachhaltigkeitsakteurinnen innerhalb der Bank liegt es in unserer Verantwortung, sicherzustellen, dass dieser Ansatz kohärent, anspruchsvoll und fest in der Realität des Kantons Freiburg verankert bleibt.

 

Dominique Jordan Perrin
Mitglied und Nachhaltigkeitsbeauftragte des Verwaltungsrates

Sandra Galliker
CSR-Verantwortliche